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Die Open-Access-Tage 2021 werden vom 27. bis 29. September online stattfinden, organisiert vom Projekt open-access.network.
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Wednesday, September 29 • 13:30 - 15:00
Session #10: Perspektiven der OA-Transformation

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Zugangslink: https://tinyurl.com/5x8wmkhp

Moderation: Christina Riesenweber

In diesem Raum finden nacheinander folgende Vorträge statt:

Open-Access-Landesstrategien und der Weg zur offenen Wissenschaft – Möglichkeiten und Herausforderungen am Beispiel Berlin (Maxi Kindling, Maike Neufend, Sophie Kobialka,  Juliane Stiller, Violeta Trkulja & Agnieszka Wenninger)

Mit der Open-Access-Strategie war das Land Berlin im Jahr 2015 eines der ersten Bundesländer, das eine solche landesweite Strategie verabschiedet hat und seither die Wissenschafts- und Kultureinrichtungen des Landes Berlin bei der Umsetzung von Open Access unterstützt. Die Open-Access-Transformation ist im Hinblick auf viele Aspekte der OA-Strategie in den vergangenen sechs Jahren unterschiedlich weit fortgeschritten, es gibt viele Erfolge zu verzeichnen, aber auch nicht ausgeschöpfte Potentiale. Gleichzeitig verlagern sich Positionen und Initiativen zu Open Access zunehmend auf offene Wissenschaft als übergeordnetes Konzept. Die Berliner Open-Access-Strategie hat bereits 2015 mehrere Handlungsfelder einer offenen Wissenschaft wie Open Access zu Publikationen, Forschungsdaten und Kulturdaten aufgenommen. Die wissenschaftlichen und kulturellen Landeseinrichtungen befinden sich jetzt an dem Punkt, diese und wichtige zusätzliche Handlungsfelder strategisch weiterzuentwickeln und somit Praktiken offener Wissenschaft zu stärken. Das 2016 für die Unterstützung der Open-Access-Strategie an der Freien Universität eingerichtete Open-Access-Büro Berlin hat im Auftrag der Arbeitsgruppe Open-Access-Strategie für Berlin eine Empfehlung für eine Landesinitiative Open Research Berlin erstellt, die auch Lücken und Herausforderungen der Open-Access-Transformation adressieren soll. Begleitend dazu wurden in Zusammenarbeit mit You, We & Digital wissenschaftliche und kulturelle Landeseinrichtungen zu wichtigen Handlungsfeldern, Aktivitäten, Werten und Prinzipien von Offenheit in der Wissenschaft befragt. Die Online-Konsultation "Berlin Open Research" versteht sich als eine Komponente eines in Berlin angestoßenen Prozesses hin zu einer offenen und partizipativen Wissenschaft, die sich auch für strukturelle Gerechtigkeit und Inklusion verantwortlich zeigt. Der Vortrag gibt einen Überblick über die in Berlin seit 2015 umgesetzten Maßnahmen und zeigt Ausschnitte der Konsultationsergebnisse. Weiterhin werden die Ziele und der Weg hin zu einer Landesinitiative Open Research kritisch in den Blick genommen sowie Herausforderungen auf dem Weg zu einer offenen Wissenschaft formuliert.

DeepGreen - Vom Projekt zum nationalen Open-Access-Service (Julia Boltze, Heinz Pampel & Markus Putnings)

Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurde von 2016 bis 2021 die Datendrehscheibe DeepGreen aufgebaut. Diese nationale Open-Access-Infrastruktur verteilt wissenschaftliche Publikationen und zugehörige Metadaten von Verlagen an Open-Access-Repositorien. Nach einer Testphase ging der Dienst im März 2021 in den Pilotbetrieb. Dank der Zusammenarbeit mit den Verlagen De Gruyter, Frontiers, Future Medicine, Karger, MDPI, Sage und Wiley konnte DeepGreen im Jahr 2020 über 25.000 Artikel an mehr als 60 Forschungseinrichtungen in Deutschland automatisiert verteilen. Damit erleichtert der Dienst lokale Open-Access-Aktivitäten an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen und steigert die Zugänglichkeit und Sichtbarkeit der Publikationen.
Der Beitrag stellt aktuelle Entwicklungen bei DeepGreen vor. Der Fokus liegt auf der Darstellung der Zusammenarbeit mit Repositorien und Verlagen bei der Förderung der Open-Access-Transformation in Deutschland. Weiter werden Strategien zur Nachhaltigkeit des Dienstes und Planungen zur Weiterentwicklung der Datendrehscheibe erläutert.

Organisations-IDs: integraler Bestandteil der OA-Transformation? Umfrageergebnisse zur Verbreitung und Nutzung an wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland (Paul Vierkant, Antonia Schrader & Heinz Pampel)

Nach DOIs für wissenschaftliche Werke und ORCID iDs für wissenschaftliche Autor*innen sind Persistent Identifier (PID) für wissenschaftliche Organisationen das entscheidende Puzzlestück im wissenschaftlichen Publikationsprozess. Erst durch Organizations-IDs wird das volle Potential der Automatisierung und Verknüpfung von PIDs ausgeschöpft. Dadurch werden Ressourcen von wissenschaftlichen Einrichtungen und ihre Forschenden bei der Erfassung, Erstellung und Pflege von Publikationsmetadaten geschont. Darüber hinaus sind PIDs elementare Bestandteile zur Umsetzung von Open Access bzw. Open Science. Gerade bei der Analyse von Publikationen und Kosten für die Open-Access-Transformation einer Einrichtung kommt der Schaffung eines PID für wissenschaftlichen Einrichtungen und Förderorganisationen einen zentrale Bedeitung zu. Wichtige PID-Service-Infrastrukturanbieter, wie DataCite und Crossref, unterstützen bereits die Angabe von Organisations-IDs in ihren Metadatenschemata und tragen so maßgeblich zu ihrer Verbreitung bei.
Um mehr über den Status quo der Nutzung und Verbreitung von Organisations-IDs in Deutschland zu erfahren, wurde im Rahmen des DFG-geförderten Projekts ORCID DE Ende 2020 eine "Umfrage zum Bedarf und Nutzung von Organisations-IDs an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland" unter 548 wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland durchgeführt. Bestandteil der Studie waren unter anderem Fragen zur Kenntnis, Verbreitung und Nutzung von Organisations-IDs an wissenschaftlichen Einrichtungen. Darüber hinaus wurden Anforderungen an Organisations-IDs bzw. ihre Metadaten (z. B. Relationen und Hierarchie-Ebenen) erfragt. Die finalen Ergebnisse dieser Erhebung sollen erstmals öffentlich präsentiert und diskutiert werden und stellen einen Beitrag zur Förderung und Aufklärung über Organisations-IDs dar.

Speakers
HP

Heinz Pampel

Helmholtz Open Science Office
Referent im Helmholtz Open Science Office  
JB

Julia Boltze

Kooperativer Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zuse-Institut Berlin, KOBV-Zentrale
avatar for Paul Vierkant

Paul Vierkant

Outreach Manager, DataCite
https://orcid.org/0000-0003-4448-3844
avatar for Maxi Kindling

Maxi Kindling

Open-Access-Büro Berlin, Freie Universität Berlin, Germany
Maxi Kindling leitet das Open-Access-Büro an der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin.
MN

Maike Neufend

Open-Access-Büro Berlin, Freie Universität Berlin, Germany
Maike Neufend ist Open-Access-Referentin im Open-Access-Büro an der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin und Projektmitarbeiterin im BMBF-Projekt Open4DE.


Wednesday September 29, 2021 13:30 - 15:00 CEST
Raum B Link zum Raum in der Sessionbeschreibung und unter "Video Stream"